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Posted (admin) in schlonz on Februar-24-2009

Da Schönheitsideale, und somit auch Attraktivität dem ständigen Wandel von Geschmack, Mode und anderen gesellschaftlichen Einflüssen unterworfen sind, ist es nicht verwunderlich, dass eine universal und temporär konstant bleibende Definition von Attraktivität unmöglich erscheint.
Hierbei sind nicht nur die bereits erheblichen interindividuellen Unterschiede innerhalb eines Kulturkreises, sondern auch zahlreiche andere Variablen von Bedeutung.
Während noch in den 1990er Jahren das Verhältnis von Taillen- zu Hüftumfang als körperliches Attraktivitätsmaß erforscht wurde, spielt heute der Body-Maß-Index (BMI) eine wesentlich wichtigere Rolle. ( Swami & Furnham, 2008).

Gerade am Beispiel des BMI wird die ständige und teilweise sehr ausgeprägte Wandlung, welcher Attraktivitätsmerkmale unterworfen sind, sehr deutlich. So galt es in vielen alten Kulturen als äußerst attraktiv, Körpermaße zu besitzen, welche auf Grundlage des heutigen BMI als deutlich übergewichtig ausgewiesen werden. Eine Erklärung hierfür scheint die in früheren Zeiten häufig weit verbreitete Assoziation von Körpergewicht und Wohlstand. Die derzeitige geschichtliche Epoche stellt mit Angaben wie dem BMI und den damit verbundenen Idealen, also in Punkto Attraktivitätsempfinden eher die Menschheitsgeschichtliche Ausnahme, als die Regel dar.

Motivierend wirken im Bezug auf Attraktivität aber bei weitem nicht nur Körperliche Faktoren. Dinge wie das Auftreten einer Person oder auch der soziale Status sind ebenso von großer Bedeutung. Wobei die Gewichtungen, also welcher Stellenwert welchem Merkmal zugesprochen wird, auch hier wieder von Person zu Person variieren.
Was als schön gilt, bestimmen also die Adaptionen des Betrachters. (vgl. Symons, 1995, S. 80).
Wenn man also herausfinden möchte, inwiefern die Attraktivität des Gegenübers auf einen Probanden motivierend Wirkt, muss stets individuell abgeklärt werden ob der Proband diese überhaupt als Attraktiv empfindet. Gerade bei Einzelfalluntersuchungen ist dieses individuelle Abklären auf Grund der teilweise erheblichen Differenzen im Attraktivitätsempfinden unerlässlich.


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